Eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR oder GdbR) entsteht durch den Abschluss eines Gesellschaftsvertrags. Dieser muss einen gewissen Mindestinhalt aufweisen:

  1. Personen der Gesellschaft
    Zur Gründung bedarf es mindestens zwei Gesellschafter.
  2. Gemeinsamer Gesellschaftszweck
    Grundsätzlich kann jeder beliebige (nicht kaufmännische) Zweck als Gesellschaftszweck festgelegt werden. Allerdings gibt es Ausnahmen von diesem Grundsatz in besonderen Konstellationen.
  3. Beiträge
    Die Pflichten zur Zweckförderung sind festzulegen.
  4. Fakultativer Inhalt
    Schließlich müssen Regelungen zur Geschäftsführung im Innenverhältnis und der Vertretungsmacht im Außenverhältnis getroffen werden.

In der Regel kann ein Gesellschaftsvertrag formlos geschlossen werden, ein schriftlicher Vertrag ist also nicht Voraussetzung. Aber auch hier sind Ausnahmen zu beachten.

RA Prof. Clemens Pustejovsky